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Dienstag, 20. August 2013

Ein Lobgesang auf meine guten Gene

Eine haarige Kurzgeschichte

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Ronald Henss: Ein Lobgesang auf meine guten Gene. eBook Amazon Kindle

Ronald Henss
Ein Lobgesang auf meine guten Gene

Dr. Ronald Henss Verlag
eBook Amazon Kindle

Kurze Leseprobe

Als ich nach unten blickte, packte mich die Panik. Nein, das konnte nicht sein! Nein, das durfte nicht sein! Aber ich sah es doch mit eigenen Augen: Das waren nicht nur acht, neun oder zehn. Nein, das waren mehr. Das waren viel mehr. Das waren ... neunzehn, zwanzig, einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig. Ja, vierundzwanzig. Vierundzwanzig Stück. Nein, das konnte nicht sein.

Ich zählte noch einmal nach ... zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig. Wieder vierundzwanzig. Noch einmal ... zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, vierundzwanzig. Nein, es gab nichts dran zu rütteln. Es waren vierundzwanzig. Und es blieben vierundzwanzig. Punkt. Aus. Vierundzwanzig Stück!

Ich konnte es nicht fassen. Vierundzwanzig! Jawohl, vierundzwanzig! Im Waschbecken lagen vierundzwanzig Haare. Vierundzwanzig Haare von mir. Unverkennbar. Genau meine Länge. Genau meine Farbe. Von wem auch sonst? Hier war ja niemand außer mir.

Vierundzwanzig. Kein Zweifel war möglich. Also zählte ich noch einmal. Wieder vierundzwanzig. Ich konnte zählen so oft ich wollte; jedes Mal dasselbe niederschmetternde Ergebnis: Vierundzwanzig! Ein einziges Mal Kämmen und vierundzwanzig Haare unwiederbringlich verloren.
Ich war zerstört. Ich war am Ende. Ich war erledigt.

Erst der Blick in den Spiegel gab mir meinen Lebensmut zurück. Nein, da war nichts zu sehen. Nichts. Gar nichts. Keine Spur. Da fehlte kein einziges Haar. Immer noch derselbe dichte Haarschopf wie vor dem Kämmen. Mein Haar, mein ganzer Stolz - es war dicht und voll wie eh und je. Da fehlte nichts. Absolut nichts.

Und wenn schon. Was sind schon vierundzwanzig Haare? Der Durchschnittsmensch hat mehr als hunderttausend Haare auf dem Kopf. - Wenn! Ja, wenn er nicht zu den Glatzköpfen gehört. Zu diesen bedauernswerten Kreaturen, denen das Schicksal die übelste Strafe auferlegt hat, die einem Menschen zuteil werden kann.

Aber davon war ich Gott sei Dank verschont.

...

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Stichwörter: Kurzgeschichte, Haare, Haarausfall, Glatze, Glatzkopf, Haargeschichte, Humor, witzige Kurzgeschichte, eBook, Kindle eBook, lustige Geschichte, haarige Geschichte
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Unsere Empfehlungen.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Karin Reddemann: Rosen für Max


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Karin Reddemann: Rosen für Max


Rosen für Max
© Karin Reddemann

Manchmal zerplatzt mein Freund Max heute noch in meinen Träumen. Ich sehe, wie er in dieser lausig kalten Dezembernacht mit seinen dünnen Ärmchen in der Luft rudert. Ein alberner kleiner Engel, unselig mutiert, ohne Flügel, ohne Chancen, der einfach so aus seiner Wolke purzelt. Sein schäbiges Blouson bläht sich auf, als würde ein verwaschener Ballon aus seinem Rücken wachsen, irgendein verdammter Ballon, der ihn vielleicht nach oben ziehen könnte. Aber da will Max gar nicht hin. Er ist ein cleverer Bursche, der das Gesetz der Schwerkraft kennt, und er ist damit einverstanden, dass es grundsätzlich funktioniert.

Vermutlich war ich noch bei den Jungs, als Max zerplatzte. Wir waren sturzbetrunken und schamlos, und wir grölten grausam sinnverdreht die Lieder, die man uns mit süßen Stimmen vor Ewigkeiten in die unschuldigen Ohren geflötet hatte. Es war die Nacht nach Heiligabend, und wir fühlten uns stark und glücklich, weil wir den ganzen rührseligen Scheiß zuhause ohne Schaden überstanden hatten. Der tote Baum in Beppos Pub war mit gelben Plastikkugeln dekoriert, auf die Ilse, Beppos fette Freundin, dämliche Fratzen gemalt hatte. Es sah pervers aus. Wir brüllten vor Lachen, erleichtert, nicht länger in die feuchten Augen unserer glücklich lächelnden Mütter blicken zu müssen. Deren alljährliche Enttäuschung darüber, dass wir "jetzt schon?!" aufbrechen wollten, obgleich es doch wieder einmal so schön, so feierlich und friedlich, so gottverdammt schön war, gefiel uns, weil wir uns wichtig und überlegen fühlten. Wir bedauerten sie ein bisschen. Aber mehr Gefühl war uns lästig. Mehr Gefühl...

Ich schließe die Augen und sehe diesen gelben Baum, der mich anwidert, jetzt, viele Jahre später. Und ich sehe meine Mutter und lächle zurück. Ich verfluchtes Weichei. Max sehe ich auch. Er fliegt. Etwas fliegt. Fällt zu Boden, dann noch einmal, ich höre es sanft aufklatschen und fühle mich irgendwie absurd erleichtert. Ich weiß, was da liegt, kann nicht Max sein. Kein Mensch kriegt solch eine butterweiche Landung hin, nicht einmal Max Kellerhoff, dessen Kopf nicht größer als ein Granny Smith ist. Max fliegt immer noch. Was er vorausgeschickt hat, sind nur ein Schuh und seine Brille. Das vergammelte Heftpflaster hat den linken Bügel, an dem es klebte, tatsächlich gehalten, nur das Glas ist zersprungen. Ich mache mir Sorgen um Max. Der lächerliche kleine Scheißer weiß doch genau, dass er ohne Brille rettungslos verloren ist. Du selbstherrliches Arschloch, brülle ich ihm zu, was denkst Du, wer Du bist?! Du siehst doch gar nicht mehr, wo Dein feiger Flug hingeht. Aber dieser verdammte Idiot hört mir gar nicht zu. Blind rudert er einfach weiter, als würde er den Weg genau kennen. Der Wind reißt ihm noch in unmittelbarer Bodennähe die letzten Tränen aus den Augenwinkeln, dann schlägt er auf. Max placiert sich exakt einen Meter rechts von diesem kitschigen Springbrunnen vor dem Gebäudetrakt unserer Universität.

Ich weiß nicht, ob Max genau dort neben dem Springbrunnen landen wollte, aber ich bin mir sicher, dass es ihm wichtig war, nicht geradewegs hineinzuplumpsen. Es hätte einfach nur lächerlich ausgesehen, und er hätte sich geschämt, dort in dem Brunnen zu liegen und Wasserfontänen hilflos ausgeliefert zu sein, die sich munter mit seinem verdrehten Körper amüsieren. Vielleicht wäre Max in dem Brunnen nicht so sehr zerplatzt, und vermutlich wäre er auch sanfter aufgeklatscht, wenn auch nicht so sanft wie sein Schuh. Aber dieses scheußliche Geräusch, das er bei seiner Landung verursacht haben muss, war ihm, glaube ich, trotzdem lieber als der Gedanke im Moment des Todes, mal wieder und wenn auch nur zum letzten Mal eine Schießbudenfigur gewesen zu sein. Dieses abscheuliche Geräusch begleitet meine Träume, in denen mein Freund Max in der Nacht nach Heiligabend irgendwann vor Urzeiten wieder und wieder zerplatzt. Vielleicht, um seinen Platz in meinem Kopf zu finden, ohne mich angeklagt zu haben. Mag sein, ich übertreibe. Aber ich danke Gott dafür, nicht verflucht zu sein.



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Diese und weitere Geschichten gibt es in dem eBook "Rosen für Max" (Amazon Kindle und epub-Format) sowie in "Gottes kalte Gabe", welches als gedrucktes Buch und als eBook im epub-Format erhältlich ist.

Karin Reddemann: Rosen für Max
eBook für Amazon Kindle

Karin Reddemann
Rosen für Max
eBook für Amazon Kindle
eBook im epub-Format





gedrucktes Buch / eBook in epub-Format / eBook für Amazon Kindle

Karin Reddemann
Gottes kalte Gabe
ISBN 978-3-9809336-3-6 (Buchausgabe)
ISBN 978-3-939937-61-6 (eBook im epub-Format)
ASIN B00E7LARNS (eBook für Amazon Kindle)

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Stichwörter:
Geschichten, Erzählungen, Kurzgeschichte, Karin Reddemann, eBook, Buch, epub, Kindle eBook

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Karin Reddemann - eBooks für Amazon Kindle

Montag, 8. Juli 2013

Haarige Geschichte

Eine haarige Kurzgeschichte

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eBook: Die grasgrünen Haare. Ronald Henss

Ronald Henss
Die grasgrünen Haare

Dr. Ronald Henss Verlag
eBook Amazon Kindle

Kurze Leseprobe

... entsetzt muss Elfriede Wohlfahrt eines Morgens feststellen, dass ihr Haar über Nacht grasgrün geworden ist ... Sie ruft bei ihrer Tochter an ...

Als das Telefon klingelte, war Christina zunächst verwirrt, weil sie im ersten Moment dachte es sei der Wecker. 'Ach nein, das Telefon. Wer um Himmels willen ruft denn in aller Herrgottsfrühe an? Sicher wieder verwählt.' "Ja, Hallo! Hier Christina Hartmann."
"Christiina, Christiiinaa!"
Sofort wusste Christina, dass etwas Schlimmes passiert sein musste.
"Christina, du musst sofort herkommen! Es ist was Schreckliches passiert!"
So hatte Christina ihre Mutter noch nie erlebt. "Aber Mama, was ist denn los? Beruhige dich doch!"
"Komm her, komm! Mach dass du kommst!"
"Aber sag doch, was ist passiert?"
"... kann nicht ... selbst sehen ..."
"Mama! Um Gottes willen, Mama! Ich komme sofort. Mama, Mama!! Mama, halt durch!"
Voller Panik rannte Christina in den Flur, riss den Autoschlüssel vom Schlüsselbrett und schrie so laut sie konnte "Kaaarrrlll!! Ich muss sofort zu Mama. Es ist irgendwas Schreckliches passiert. Du musst dich um Jessi kümmern."
Ehe Karl antworten konnte, hörte er wie die Haustür zuknallte. Wie sollte er sich jetzt um Jessica kümmern, wo er doch um acht im Büro sein musste?
Elfriede Wohlfahrt ließ den Hörer zu Boden fallen. In panischer Angst rannte sie ins Bad und schnappte die Schere. Aber als sie eine der grasgrünen Locken abschneiden wollte, traf sie der Schlag. Das Haar ließ sich nicht abschneiden. So sehr sie sich auch bemühte - es gelang ihr einfach nicht, auch nur ein einziges Haar abzuschneiden. Als Elfriede Wohlfahrt in Ohnmacht fiel, hatte sie unfassbares Glück, dass sie sich weder mit der Schere verletzte noch mit dem Kopf an der Badewanne aufschlug.
Christina hatte gar nicht wahrgenommen, wie sie zum nahe gelegenen Haus ihrer Mutter gelangt war. Als auf ihr Sturmklingeln niemand aufmachte, schlug sie kurzerhand eine Scheibe ein und kletterte durchs Fenster. "Mama, Mama! Wo bist du? - Mama, Mama, so sag doch was. Bitte! Wo bist du?" Küche nein, Wohnzimmer nein, Schlafzimmer nein. Als Cristina ihre Mutter regungslos auf der Fußmatte im Bad liegen sah, war sie erleichtert und entsetzt zugleich. "Mama, Mama, was machst du denn für Sachen? Mama, wach auf!" Geistesgegenwärtig füllte sie den Zahnputzbecher mit kaltem Wasser und schüttete es ihrer Mutter ins Gesicht. "Mama, wach doch auf! Mama, Mama, was machst du denn für Sachen? Warum hast du dir bloß die Haare so schrecklich gefärbt?" Dann nur noch ein einziger hysterischer Schrei: "Mammmaaa!!!"

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Stichwörter: Kurzgeschichte, Haare, Haarfarben, Haargeschichte, Humor, witzige Kurzgeschichte, eBook, Kindle eBook, lustige Geschichte, haarige Geschichte
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Unsere Empfehlungen.

Sonntag, 26. Mai 2013

Patricia Koelle: Das Meer in deinem Namen


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Patricia Koelle
Das Meer in deinem Namen
Roman



Amazon eBook-Bestseller Platz 1
"Best of Kindle-Deal der Woche im Jahr 2013"



Das Meer in deinem Namen
© Patricia Koelle

Carly ist bei ihrer kauzigen und übervorsichtigen Tante Alissa aufgewachsen, weil ihre Eltern früh ums Leben kamen. Niemand spricht darüber, wie es geschah, weder Tante Alissa noch Carlys distanzierter Bruder Ralph. Der Tod – der dennoch immer wieder seinen Kopf in Carlys Leben steckt – ist ebenso tabu wie alles, was mit dem Meer zusammenhängt. Ausgerechnet nach dem Meer aber sehnt sich Carly ihre ganze Kindheit hindurch. Nun ist sie erwachsen und unglücklich in ihren Chef verliebt. Als sie mit ihrer Ausbildung fertig und arbeitslos ist, macht ausgerechnet er ihr ein Angebot: Er hat ein altes Haus am Meer geerbt, das sie aufräumen und für den Verkauf vorbereiten soll. Vier Spätsommerwochen hat sie dafür Zeit. Das ist Carlys Chance, heimlich ihrer Sehnsucht zu folgen und sich ihrer Angst und ihren verschwommenen Erinnerungen zu stellen. Vielleicht auch eine Gelegenheit, Abstand von ihrer alten Liebe zu gewinnen.
Doch kaum angekommen, stellt sie fest, dass ein Mann spurlos verschwunden ist. Wie offenbar damals ihre Eltern. Und nicht nur das, sie fühlt sich der Frau, die in dem Haus gewohnt hat, seltsam nahe. Immer wieder findet sie Notizen von dieser gewissen Henny Badonin, der sie angeblich ähnlich sieht. Auch von dem verschwundenen Joram Grafunder, offenbar Henny Badonins Freund, tauchen überall Briefe auf.
Hier am Meer scheint es so zu sein, dass die Toten nicht so unerreichbar weit fort sind wie gedacht. Nach und nach gewinnt Carly Erinnerungen an ihre Eltern zurück. Umso entschlossener ist sie, herauszufinden, was mit Joram Grafunder passiert ist, der sie fasziniert. Ob ihr das in der kurzen Zeit, die sie in dem Haus noch hat, gelingen wird? Und ob sie dabei entdecken kann, was sie mit ihrer Zukunft anfangen will?
Allein ist sie nicht mit ihren Problemen. Carlys Mut zu Neuem löst in ihrem Bruder eine erstaunliche Verwandlung aus. Und in dem Dorf an der Ostsee lernt sie neue Freunde kennen. Da sind die Nachbarin Myra, die Männer hasst, Daniel mit dem Teeladen und Jakob, der der Kapitän sein könnte, von dem Carly heimlich geträumt hat. Der weise alte Flömer und Harry, mit dem man Pferde stehlen kann. Und dann der merkwürdige Mann mit den hellen Augen, der manchmal am Strand gesichtet wird und von dem es heißt, er würde immer dann erscheinen, wenn eine Sturmflut bevorsteht …

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→ Patricia Koelles Blog zum Buch - Naurulokki-Trilogie
→ Blog zum Buch - Naurulokki-Trilogie

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